150 Jahre Hermannsdenkmal

Hermann 150 Zoll

Mein Kunstprojekt Hermann 150 Zoll

Am 16. Augsut 2025 feiert das Hermannsdenkmal seinen 150ten Geburtstag.
Nun ist es so, dass ich mich seit 2008 künstlerisch mit dem Denkmal beschäftige. Daraus sind verschiedene Kunstwerke aber auch z.B. meine Garten-Hermänner entstanden. Mittlerweile stehen davon mindestens 25.000 Stück in ganz Deutschland und aller Welt. So haben mich die Lipper den „Hermann-Künstler“ getauft. Dieser Titel verpflichtet mich natürlich, zu diesem Jubiläum ein Kunstprojekt anzustoßen.

Für jedes Jahr – ein Zoll !!!

Zur Zeit der Errichtung des Hermanns rechnete man noch nicht im Dezimalsystem, sondern in Fuß und Zoll. Anbei die originale Zeichnung des Herrn Ernst von Bandel (mit freundlicher Genehmigung des Lippischen Landesmuseum) Sehr schön kann man die Maßeintragungen sehen, die in Fuß´ und Zoll“ skaliert sind.  Meine Jubiläumsversion des „Hermann“ ist 150 preußische Zoll hoch, was exakt 3922 mm ergibt: Für jedes Jahr, ein Zoll!

Auf dem Schild stellte ich die Nieten als 16 Lippische Rosen da. Jede Rose steht für eine Kommune des heutigen Kreises Lippe. Denn alle 16 Orte zusammen bilden das „Land des Hermann“.  Das ist nicht nur der Werbeslogan von „Lippe Tourismus und Marketing“ (LTM). Die Lipper und Lipperinnen leben und fühlen das Leben im „Land des Hermann“ tatsächlich so. Diese gelebte Heimatverbundenheit, symbolisiert durch „den Hermann“, will ich mit meinem Kunstprojekt sichtbar machen. Wie sehr „der Hermann“ die Menschen bewegt und verbindet zeigt, dass alle 16 Orte, innerhalb einer Woche dem Projekt zugestimmt haben.

Denn im Februar 2025 schrieb ich alle 16 Bürgermeister im Kreis Lippe an und stellte Ihnen mein Projekt vor. Ich möchte 16 gleiche Exemplare des Hermann 150“ in den Orten aufstellen. Wo, dass wollte ich den Menschen vor Ort überlassen. Dabei war es mir wichtig, möglichst viele Menschen in das Projekt einzubeziehen. Ziel der Aktion ist es, das Hermannjubiläum in allen Orten zu zelebrieren.

Vom Nationaldenkmal zum Symbol für Heimat

Mein Kunstprojekt steht für den Bedeutungswandel, den dieses Monument über die 150 Jahre vollzogen hat. Ursprünglich als nationalistisches Denkmal des Kaiserreichs errichtet, haben die Lipper daraus ihr ganz eigenes Symbol der Heimat gemacht. Ganz ohne nationalem Patos und ganz ohne den „großdeutschem Dünkel“, dem die Errichter seinerzeit Ausdruck verleihen wollten. Heute steht „unser Hermann“ (wie er umgangssprachlich genannt wird) ausschließlich für die Verbundenheit zu unserer Heimat in Lippe und ganz OWL. Er droht nicht mehr den Nachbarländern, sondern lädt alle Gäste aus Nah und Fern zu uns ein …

Die Reaktionen aus den Städten und Gemeinden waren durchweg begeistert. Ende Februar war mein Kunstprojekt Thema in der Bürgermeisterkonferenz, wo nochmals alle Bürgermeister die Aktion Hermann 150“ unterstützten.  Den März benötigte ich dann um die Einzelteile auszulasern und die 16 Hermanns‘ (lippischer Plural für Hermänner) zusammenzuschweißen. In der Werkstatt brauchten wir zu zweit, eine ganze Arbeitswoche. Mein besonderer Dank, geht hier an meinen Freund Stephan Lakämper, Metallbaumeister aus Schloß Holte.

Am 01. April war es so weit: Morgens um 8.00 Uhr stellten wir die Nummer 1 in Oerlinghausen auf. Eine Stunde später schon Nummer 2 in Leopoldshöhe und eine weitere Stunde später Nummer 3 vor das Schloss in Schieder.

Dadurch das nicht ich, sondern die Menschen vor Ort die Aufstellorte aussuchten, ergibt sich eine bunte Vielfalt an Eindrücken, Geschichten und natürlich Fotomotiven. Sie zeigen auch, wie vielfältig die lippischen Menschen und Orte sind.

Sehr gefreut hat mich, dass es sich kaum ein Bürgermeister hat nehmen lassen, das Aufstellen zu begleiten. Einige waren tatkräftig mit zur Stelle, um den Hermann vom Anhänger zu holen und in die Senkrechte zu bringen. Wer keine Zeit hatte, war wenigstens wenige Stunden später vor Ort, um den Neubürger zu begrüßen (was die entsprechenden Internetposts belegen).

Mich hat berührt, dass sich alle explizit für das Projekt bedankt haben. Die Wertschätzung dafür, dass es eine gelungene und der lippischen Liebe für ihren Hermann passende und würdige Aktion ist.

An dieser Stelle möchte ich versichern, dass ich weiß, dass auch viele Ostwestfalen den Hermann lieben und als besonderes Symbol unserer Region OWL ansehen. Die Lipper sind da aber halt noch einmal etwas herzlicher und „leidenschaftlicher“ in Ihrer Beziehung zum Hermann.              

Die 16 Hermänner 150″ haben ihr Zuhause gefunden

Galerie: Der Lippepfad, eine Reise durch alle Kommunen. Dies sind Fotos jeweils vom Aufstelltag. Als auch der letzte Hermann endlich stand, hatte ich selbst schon eine kleine Lipperlandrundreise hinter mir. Ich habe jedem Hermann einen „Spitznamen“ verpasst. Teils mit Bezug zum Ort und teils mit Bezug zu Erlebnissen, die ich dort hatte. Die Geschichten dazu erzähle ich weiter unten im Text. Gerne können die Menschen vor Ort, ihren Hermann umtaufen. Das werde ich dann gerne übernehmen.

Was passiert am Ende des Jahres mit den 16 Exemplaren des  Hermann 150“ ?

Die ganze Kunstaktion habe ich eigenverantwortlich durchgeführt und finanziert. Für die Kommunen entstanden keine Kosten. Lediglich die Unterstützung beim Aufstellen vor Ort, zumeist durch den Bauhof, war durch die Kommune zu leisten. Was durch gute Vorbereitung nie länger als 15 Minuten dauerte.

Am Ende des Projektzeitraums (Dezember 2025) haben die Städte und Gemeinden ein Vorkaufsrecht. Zum Festpreis von 1500,– € kann jede Stadt ihren Hermann übernehmen.

Sollte die Haushaltslage dieses nicht zulassen, die Kommune findet aber einen Förderer oder der Hermann wird über Bürgerspenden finanziert, so ist für diese Förderer auch den Festpreis von 1500,– € garantiert.

Alternativ können die Städte den Hermann zu Gunsten eines örtlichen sozialen, kulturellen oder gemeinnützigen Projektes versteigern. Jeder Betrag über die ausgelobten 1500,– € geht dann direkt an den entsprechenden Verein.

Und wenn das alles nicht passt, gehen die Figuren in den freien Verkauf. Dann allerdings nicht zu diesem charmanten Preis. Denn die 1500,– € sind nur entstanden, weil ich dort wieder die „150“ sinnigerweise unterbringen konnte und weil ich ggf. die Kultur fördern möchte.  
Im Freien Verkauf kostet jede Figur 2850,- €. 

An dieser Stelle ist zu betonen, dass ich keine weiteren Kopien dieser besonderen Version anfertigen werde. Es ist mir wichtig, dass es 16 Hermänner, für 16 lippische Gemeinde und Städte sind. Die ja das Land des Hermann bilden. Wenn diese den Hermann übernehmen, sollen sie wissen, dass es eine besondere Aktion ist und bleibt.

Die vielen Zahlen und Preise sollen aber nicht davon ablenken, dass es ein Kunstprojekt ist. Es ist die Liebe der Menschen zu ihrer Heimat und ihrem Hermann, die mich auf diese Aktion gebracht hat. Mein Dank geht an die Unterstützer und vielen helfenden Hände in den lippischen Städten und Gemeinden. Diese Verbundenheit im ganzen Kreis, ist das schönste Geburtstagsgeschenk, dass sich die Lipper selbst zum 150ten des Hermann schenken konnten.

Das Projekt mit Leben füllen müssen die Lipper selbst.
Ein Vorschlag dazu kommt von mir:

Besucht die 16 Hermänner und lernt das Land des Hermann kennen. Ich verlose 16 Stück meiner Garten-Hermänner (Model A1 – 1,10 m) unter allen Einsendern, die mir eine „komplette“ Bilderserie mit Selfies von den Aufstellorten der 16 Hermänner zusenden. Und so geht das:

Teilnahme nur per E-Mail an: kingkordes@stahl-zeit.de
Bitte die 16 Selfies in einer einzigen Mail (im kleinen Webformat) an mich senden
Eure Namen, Rufnummer und Anschrift bitte angeben.
Einsendeschluss: 1 Advent. 30 November 2025
Der/Die Gewinner werden per E Mail von mir benachrichtigt.

Die Übergabe der Preise erfolgt im Rahmen des Detmolder Weihnachtsmarktes. Das Programm steht hier aber noch nicht fest. Die Gewinner werden aber sowieso einzeln benachrichtigt.

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Eure Daten werden nicht veröffentlicht, nicht archiviert oder zu Werbezwecken genutzt. Der Versand des Preises ist möglich, aber kostenpflichtig.

Viel Freude bei Eurer Rundreise durch das „Land des Hermann“.

Das ist Euer Preis:
Der Garten-Hermann
A1 Das Original

1,10 m groß, mit Erdspieß und in seine bekannte rostige „Patina“ gehüllt.
Es werden 16 Stück verlost. Es lohnt sich also, das Lipperland kennenzulernen und alle 16 Standorte meiner Jubiläums-Hermänner zu besuchen. Ich freue mich auf Eure Fotoserien.

Technische Infos zu den 16 Hermanns

Größe: 3922 mm / 150“
Gewicht: 150 Kg (das war Zufall)
Material: Stahl, korrodiert, Lasertechnik und geschweißt
Grundplatte: 100 cm x 70 cm
Inschrift im Schild: 1875 – 2025 / 150 Jahre / Hermannsdenkmal

Liste der Hermanns-Standorte“ und ihre Namen

Der Germane …
steht in Oerlinghausen. Na klar, dort gibt es das Germanenmuseum. Und dort wird wirklich über die Vorgeschichte unserer Region berichtet. Ich hätte diesen Hermann sehr gut auch „den Überflieger“ nennen können, doch war mir der „Germanenbezug“ hier sinniger. (Rathausplatz)

Der Präsident …
kommt natürlich aus Schieder-Schwalenberg. Frank Walter Steinmeier aus dem Ortteil Brakelsiek ist unser Präsident. Ich hatte die Freude und Ehre für den Heimatverein Brakelsiek, den von Herrn Steinmeier gestiften „Lippischen Ziegler“ in meiner Kunst als Stahlfigur zu erschaffen. (Schloss Schieder)

Der Süße …
wie kann es anders sein, steht vor dem Rathaus in Lage. Natürlich duftet es neuerdings in Lage auch nach Lavendel (die lippische Toskana von Taoasis) doch jeder kennt seit Jahrzehnten die Duftfahne der Zuckerfabrik. (Rathaus/Bürgerinfo)

Der Tierische …
ein Hermann im „Dorf der Tiere“. So tituliert Dörentrup sich selbst. Und letztes Jahr konnte ich diesen Titel mit einem meiner Kunstprojekte, mit zusätzlichen Inhalt füllen. Rund um die „Pottkuhle“, ein neues Naherholungsgebiet, steht seid dem ein Rundwanderweg mit Tierfiguren aus meiner Werkstatt. Durch einen örtlichen Föderer ermöglicht, wurde dieses nun zu eine Dauereinrichtung. (Rathaus)

Der Innovative …
ein Hermann auf dem Campus einer Hochschule und Forschungseinrichtung. Was für ein spannender Bogen zwischen Geschichte und Zukunft. Der Jubiläumshermann fühlt sich hier sicherlich zuhause. Denn auch er steht für einen modernen und neuen Umgang mit Geschichte und Denkmälern. (Campuswiese)

Der Entspannte …
in der Kurstadt Bad Salzuflen. Das kann ich aus eigener Erfahrung sagen, jeder Tag in Bad Salzuflen ist ein Genuß. Dieses ist kein Werbeblock, sondern ein persönlicher Erfahrungsbericht: Ob Innenstadt, Kur- und Landschaftspark oder gleich in den Thermen … ich genieße die dortige entspannte Grundstimmung immer in vollen Zügen. (Landschaftspark/Dammwildgehege)

Der Nelkenkönig …
in Blomberg, der Stadt der Nelken, durfte ich mein bisher größtes Kunstwerk errichten. Die 6 x 6m große „Blomberger Nelke“. Natürlich habe ich zu Blomberg seit dem eine besondere Beziehung. Nelkenköniginnen gibt es jedes Jahr … seit diesem auch einen Nelkenkönig. (Burg Blomberg)

Der Sandhase …
so könnte auch der in Augustdorf heißen, doch ich habe mich für Schlangen entschieden. Denn beide stehen im Gegensatz zu den anderen Lippern, im tiefen, trockenen Sennesand. Anders als die fetten Böden des Lipperlandes, hat die Senne sehr sandige Böden. Gerade die Menschen im Ortsteil Oesterholz nennt man daher scherzhaft „Sandhasen“. (Ortseingang aus Richtung B1/Kohlstätt)

Der General …
steht für Augustdorf. Bundesweit und auch weltweit bekannt ist Augsutdorf für die dortige Kaserne und den Truppenübungsplatz. Dass das nicht nur miltätische Aspekte hat, sondern auch kulturelle und gesellschaftliche, zeigen die vielen Partenschaften der Brigade, zu den Nachbargemeinden und die Teilnahme anden örtlichen Veranstaltungen. (Rathaus)

McHermann …
ein Schotte im Lipperland. Alle zwei Jahre läd der Karnevalsverein Alverdissen die Lipper zu Ihrem Schottlandfestival ein. Ein so aussergewöhnliches Fest das es für mich namensgebend, für den Barntruper Hermann stand. Sowohl kulturell als auch als soziales Projekt ist es außergewöhnlich. Denn alle Einnahmen werden für verschiedene soziale Projekte gespendet. (Rathaus an der B66)

Leopold …
von der Höh‘. Ich selbst musste erst einmal nachlesen woher eigentlich der Ortsname Leopoldshöhe kam. Und das steht für mich dafür, wie spannend unsere Geschichte ist. Nicht nur die von „Hermann der Cherusker“, auch die von unseren Orten und Dörfern. Einfach mal nachlesen. Wirklich spannend. (Kreisverkehr/Kriemelmann)

Der Schneehase …
vom Extertal. Das Extertal macht Werbung mit Wintersport. Das war für mich so neu und außergewöhnlich, dass es hier einen Eintrag fand. Wintersport gehört ins Sauerland, denkt man. Aber nein auch in Lippe gibt es das. Und auch wenn es noch den ein oder anderen Lift gibt. Als einizge Gemeinde findet man dieses Freizeitangebot auf der Hompage von Extertal. Nun, und wir wollen ja die Vielfalt des Landes kennenlernen. (Park mit Potenzial)

Der Fürstliche …
aus Detmold. Hier greife ich ein wenig vor. Denn noch steht Hermann auf dem Markt in der Innenstadt. Doch wenn die Baustelle fertig ist, kommt er in den neu gestalteten Park des fürstlichen Residenzschlosses. Was uns auch zeigt … Hermann überstrahlt gerade in diesem Jahr alles. Doch auch Detmold hat so vieles mehr zu bieten … z.B. auch Schloss und Park … wo dann auch der Jubiläumshermann steht. (Schlosspark/Nähe Schlosswache)

Der Feurige …
rollt nicht den Hügel runter,sondern steht vor dem Rathaus in Lügde. Die Flammen schlagenden Osterräder von Lügde sind wohl das Markenzeichen dieser Stadt. Und jeder, der den Namen Lügde kennt, verbindet es damit. (Rathausplatz)

Der Nordmann …
gemeint ist nicht ein Wikinger, sondern „Lippe ganz oben“. Am Weserstrand ist der nördlichste Punkt des Kreises Lippe. Ich hätte mich auch für etwas mit Fisch oder Forelle entscheiden können, denn für die Erfindung der Forellenzucht steht Hohenhausen. Doch war mir etwas geografische Bildung wichtiger an der Stelle. (Rathaus)

HERR SteinMANN
… steht in Horn- Bad Meinberg. Namensgebend hier sind natürlich Externsteine. Genauso unerschütterlich stehen diese wie der Hermann im Teutoburger Wald. Wenn man über die vielfälltigen Deutungen und Bedeutungen der Externsteine nachdenkt, kann man sich sehr gut vorstellen das auch die Germannen zur Zeit des Arminius diesen kraftvollen und mystischen Ort besuchten. Wenn jemand weiß ob und wo im Teutoburger Wald die Varusschlacht statt fand. Die Externsteine sind Zeitzeugen und könnten es uns erzählen … würden wir nur ihre Sprache verstehen. (Marktplatz Horn/Rathaus)